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Woher beziehen DJs ihre Musik?

Oft werden wir gefragt, woher wir unsere Musik beziehen. Daher möchten wir Euch hier einen Einblick in unsere Arbeit geben, wie mir Musik beziehen und wie wir sie in unsere Sets und Vorbereitung einbringen. Als Hinweis für die Leser möchten wir erwähnen, dass wir nicht für etwaige Verlinkungen oder Werbung von den einzelnen Anbietern bezahlt werden. Dieser Blog soll lediglich als Informationsquelle für interessierte Leser dienen, um zu erfahren, wo wir unsere Musik beziehen.

Die großen Music-Pools

Fast alle DJ’s kennen diese Portale und die Möglichkeiten auf legalem Wege Musik zu beziehen. Wir, die DJ’s von POM-Events beziehen unserer Musik aus DJ-Music-Pools.
Diese Musikportale bieten, meist gegen eine monatliche, quartalsweise oder jährliche Bezahlung, den Download von aktuellen oder, je nach Music-Pool auch älteren Titeln.

Der bekannteste dieser Pools ist vermutlich DJ-City. Auf www.dj-city.com könnt Ihr euch gern mal umschauen. Ein Reinhören in die Musik ist allerdings nur nach Abschluss einer Mitgliedschaft, engl. subscription, möglich.

Außerdem sind wir bei DMS – directmusicservice angemeldet. Dort erhält man einen riesigen Pool an den neuesten und auch an älteren Titeln in teilweise top Intro / Outro* Versionen. Auf www.directmusicservice.com könnt ihr euch ebenfalls umschauen. Der Blogbereich bietet interessierten Lesern tolle Hintergrundinfos rund um aktuelle Tracks.

Die großen Musikanbieter

Neben den Music-Pools gibt es natürlich auch die üblichen Verdächtigen wie iTunes, Beatport und Amazon-Music, wo wir gelegentlich Lieder beziehen, die in den Pools nicht verfügbar sind. Meist handelt es sich hier um deutsche Lieder oder exotischere Titel. Die meisten Titel sind hier in einer Radioversion** erhältlich und kosten pro song im Schnitt 0,99 Cent.

Der Geheimtipp

Natürlich gibt es Lieder, die in allen genannten Plattformen nicht verfügbar sind. Meist sind es besondere Perlen, die jeder DJ sucht um aus der breiten Masse herauszustechen und auditive Highlights in den jeweiligen Sets oder Auftritten zu setzten. Oftmals kann man Remixe oder weniger bekannte Producer (aber nicht minder schlecht) bereits auf YouTube vorhören. Sie auch über diverse Konverter herunterzuladen ist jedoch nicht ratsam. Zum Einen ist es rechtlich gesehen eine illegale Handlung, aber zumindest ein dunkler Graubereich, zum Anderen lässt die Qualität oft mehr als zu wünschen übrig.

Viele Producer und Remixer bieten ihre Titel über Promotion-Plattformen an. Dies sind Seiten, auf welchen Producer und Remixer ihre Tracks anbieten und wir DJs, gegen eine „Bezahlung“ in Form von Likes, Sharings und Follows auf den gängigen Social-Meda-Plattformen, ihre Musik herunterladen können. Und so suchen – auch wir – über die bekannten Promotion-Plattformen wie:

Hypeddit
The Artist Union
oder
Soundcloud

unsere Perlen raus. Nicht selten kann dass Stunden eines Tages kosten. Denn (leider) sind viele Remixe oder Tracks für Hochzeiten schlicht nicht brauchbar. Wir würden sogar behaupten, von 100 Liedern, kann man im optimalen Fall 1-3 Songs nutzen.

Die Anwendung

Nach dem etliche Stunden der Musiksuche vergangen sind, versuchen wir die Tracks in unsere Sets zu integrieren. Meist passiert das über Try-and-Error während der Auftritte. Denn auch wenn wir als einzelner DJ einen Track oder eine vermeintliche Perle gefunden haben, heißt das noch lange nicht, dass das Publikum diesen Sound genau so feiert wie wir. Also versuchen wir hin und wieder Tracks zu implementieren und somit neue Impulse und sogar Trends zu setzen.
Aktualität ist uns wichtig, jedoch haben wir festgestellt, dass zu aktuell auch nicht immer läuft. Die meisten der „normalen“ Audienz müssen Lieder mehr als fünf Mal hören, bevor sie es als „gut“ empfinden. Radiosender leisten hier tagtäglich ihren Beitrag. Und vielleicht ist es dir, lieber Leser, selbst schon aufgefallen. Du hörst ein Lied, entscheidest dich zunächst dagegen. Je öfter du es hörst und je mehr es anderen gefällt, desto eher bist auch du dann empfänglich für dieses „neue“ Lied.
Außerdem finden wir es total geil, wenn unsere Brautpaare und Gäste Songs aus ihrer Kindheit und Jugend total abfeiern und dabei die wildesten Emotionen auf die wildesten Tänze übertragen werden und mitgesungen werden!

Scheut euch nicht, uns Fragen zu unserer Arbeitsweise als DJs zu stellen. Wir werden euch nach unserem besten Wissen immer mit Rat und Tat zu Seite zu stehen.
Und wenn ihr junge DJs seid, und gern mehr über das Thema erfahren möchtet, schreibt uns doch einfach eine Mail! info@pom-events.de

Erklärungen:
* Sind besondere Versionen die DJs den Übergang zum nächsten Titel erleichtern sollen. Außerdem hören sich die Mixe mit Intro und Outro Versionen harmonischer an.
** ist eine Version die so im Radio gespielt wird. Meist sind diese zensiert, das heißt fäkale Begriffe oder nicht jugendfreie Wörter sind überspielt oder herausgenommen. Sie starten oft direkt und enden meist ohne Outro. Eben fürs Autofahren gemacht 🙂

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